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Comments on the article: Kicking the headscarf habit

13/11/2006

Emel Abidin-Algan tells how and why she stopped wearing a headscarf.

 
Zeyneb
(1 comments)
registered on 28/02/2008
Emel Abidin-Algans article
Ich respektiere Frau Abidin –Algans Entscheidung sich gegen die islamischen Bekleidungsvorschriften zu entscheiden und somit auch gegen das Kopftuch. Dass sie sich fuer eine Aufhebung des Kopftuchverbots einsetzt ist wunderbar. Ich denke dennoch, dass sie in ihrem Beitrag stark zu Verallgemeinerungen und Pauschalurteilen tendiert. Ihre Unterstellung, dass die Millionen von kopftuchtragenden muslimischen Frauen sich weniger kritisch als sie mit den authentischen islamischen Quellen, den Offenbarungsanlaessen und dem einzelnen Kontext der Verse auseinandergesetz haben sollen, ist schlicht und ergreifend unfair. Fakt ist, Frauen wie Abidin-Algan sind Randphaenomene und die Masse der selbstbewussten, jungen, erfolgreichen gebildeten muslimischen Frauen traegt das Kopftuch nicht als Symbol um eine spezielle Gruppenzugehoerigkeit zur Schau zu stellen. Ich bin in Europa geboren, in einem westlichen, aufgeklaerten Land. Ich lebe in einer offenen und liberalen Familie und wurde mit einer guten Portion Selbstkritik und Analyse erzogen. Ich habe nichtmuslimische Freunde, besuchte eine deutsche, amerikanische und englische Uni und habe Islamwissenschaft an saekularen Institutionen studiert, setzte mich auseinander mit den Quellen. Wie pass ich und Millionen anderer muslimischen selbstbewussten Frauen da ins Bild? Eine wahre Muslima ist sich zudem auch bewusst, dass sie sich niemals fuer etwas besseres halten kann als nicht verschleierte Frauen. Das liegt einfach in der Basis ihres Glaubens. Denn nur Gott allein weiss in wessen Taten Aufrichtigkeit und Qualitaet steckt und ich bin mir sicher unser Schoepfer macht das nicht nur an einem Stueck Stoff fest. Das waere zu einfach. Von daher, kann ich solche Aussagen, wenn sie denn gemacht wurden, nur verurteilen. Niemand darf sich anmassen ueber die Lebensweise eines anderen zu urteilen. Frau Abidin – Algan beschuldigt muslimische Frauen namelich sie wuerden sich wertvoller halten als nichtverschleierte Damen. Ihre Erfahrungen als Masstab dafuer zu nehmen ueber die Gesamtheit der Muslime zu urteilen ,ist ein wenig weit hergeholt. In unserer hiesigen Gesellschaft gibt es das Phaenomen der Beschuetzer und Befreier: Erstere versuchen uns mit Zwang das Kopftuch aufzuzwingen, nach ihrer Meinung muessen wir beschuetzt warden vor all den boesen Blicken und auch die anderen muessen beschuetzt warden vor unseren gefaehrlichen Reizen. Dann gibt es die letzteren, die Befreier, die uns zwangsbefreien wollen, vom Kopftuch und unserer sogenannten Unterdrueckung und der Gehirnwaesche, die uns verpasst wurde. Frau Abidin-Algan kann sich also nun in die Reihe der Damen wie Necla Kelek, Seyran Ates und Lale Akguen begeben. Unsere sogenannten Zwangsbefreier, die uns weismachen wollen, dass alles was ueber Jahrtausende hinweg manifest war durch ihre hohe Fatwa nun Humbug ist. Beide Parteien, Befreier und Beschuetzer, ueben sie seit Jahren Zwang und Unterdrueckung aus, doch keiner fragt uns muslimischen kopftuchtragen Frauen, was wir eigentlich wollen?! Ein wenig schizophren so scheint mir. Ich bin fuer die Selbstbestimmung eines jeden Menschen. Nur weil sich oben genannte Damen sich gegen das Kopftuch entschieden haben, heist das nicht dass sie uns nun ihre Entscheidung aufzwingen muessen. Schliesslich masse ich mir das auch nicht an. Liebe Gruesse aus den USA Zeyneb Salim Islamwissenschaftlerin M.A.
Created on 28/02/2008 | Reviewed on 28/02/2008
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